Bezirksapostel Michael Ehrich besuchte am Mittwochabend, 7. Mai 2025, die kleine Gemeinde Isny und hielt dort Gottesdienst.
Mit Matthäus 19, 16 als Predigtgrundlage stellte er die zentrale Frage des „reichen Jünglings“ in den Mittelpunkt, was zur Erlangung des ewigen Lebens Gutes zu tun wäre.
„Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ (Matthäus 19, 16)
Den Willen Gottes tun
Jesus verwies zunächst auf die Gebote und zählte dem Jüngling alle Gebote auf, in denen es um die Beziehung zum Nächsten geht. Sie zu halten, ist Grundvoraussetzung, um „zum Leben einzugehen“.
Jesu „Antithesen“ führen tiefer in die Thematik ein. („Ihr habt gehört, dass gesagt wurde … Ich aber sage euch …“). Der Bezirksapostel nannte Zorn und Ehebruch beispielhaft.
Um Gott wohlzugefallen, muss auch die Beziehung zum Nächsten in Ordnung sein.
Es geht nicht um den äußeren Schein, sondern um eine innere Haltung
Im Beispiel vom Pharisäer und Zöllner erkennt der Zöllner seine Sündhaftigkeit und bittet um Gnade, während der Pharisäer selbstgerecht seine Leistungen aufzählt.
Nachfolge erfordert Entschlossenheit und Hingabe
„Verkaufe alles, was du hast“: Wer dem Herrn nachfolgen will, muss sich ganz klar und eindeutig für den Herrn entscheiden. Das fordert den ganzen Menschen.
Nachfolge bedeutet auf alles zu verzichten, was von Jesus trennt
Jesus forderte den jungen Mann auf, ihm nachzufolgen.
Gutes tun bedeutet auch, sich selbst Gutes zu tun. Wer immer nur gibt, ist irgendwann ausgebrannt.
Nachfolge heißt, Sicherheit aufzugeben und absolut zu vertrauen
Die Jünger haben ihre Sicherheiten aufgegeben und sind Jesus nachgefolgt. Am Ende sind sie, bis auf einen, wegen ihrer Überzeugungen getötet worden. Jesus Christus nachzufolgen, ist nicht immer einfach. Jesus gibt uns Kraft, dies in die Tat umzusetzen.
Nachfolge nützt nichts, wenn man nicht bis zum Ziel durchhält.
Zu einem Predigtbeitrag rief der Bezirksapostel Bischof Jürgen Gründemann an den Altar. Der Chor antwortete auf die Predigt mit dem Lied 99: "Du willst das ganze Herz, mein Gott, du sollst es haben".
Bischof:
Der Bezirksapostel hat den Willen Gottes aufgezeigt und ist nicht an der Oberfläche geblieben. Im Spiegel des Wortes reicht Anbetung Gottes nicht aus, man muss den Willen Gottes in sein Leben integrieren. Der Heilige Geist hilft uns, nach Gottes Willen zu leben, nach dem, was uns Menschen möglich ist.
Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Oberstaufen und Waltenhofen eingeladen. Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde noch Gelegenheit, sich von Bezirksapostel und Apostel zu verabschieden.
Fotos: Dirk Kayser