der Gemeinde Oberstdorf 1930 Im Jahre 1930 laden Männer aus Sonthofen das jung vermählte Ehepaar Rosa und Kurt Schurz in Oberstdorf in die neuapostolische Kirche ein.
Diese sind sehr aufgeschlossen. Zu den Gottesdiensten fährt das Ehepaar zunächst nach Immenstadt. Der spätere Bezirksapostel Eugen Startz bittet das Paar einen Versammlungsraum in Oberstdorf zu suchen. Im Anwesen „Heimhuber“ findet man die erste Bleibe.
1932
Am 12. August 1932 hält Bezirksapostel Georg Schall einen Gottesdienst in Oberstdorf, in dem 19 Seelen der Heilige Geist gespendet wird.
1939-1945
Während des Zweiten Weltkriegs finden die Gottesdienste im Hause „Köcheler“ statt. Über 20 Jahre dient das Haus der Gemeinde als Versammlungsstätte. Die Kriegsjahre gehen auch an der wachsenden Gemeinde nicht vorüber. Stellvertretend für die Seelen die damals ihr Leben gelassen haben, sei Priester Kurt Schurz genannt.
Michael Link zieht 1939 aus Bergheim bei Dillingen nach Oberstdorf. Hier lernt er seine Frau und durch sie die Neuapostolische Kirche kennen. In ihm hat die Gemeinde von 1945 bis 1976, also über dreißig Jahre, einen edlen Vorsteher.
1950
Martin Spiegelsberger gründet den Gemeindechor, der seither die Gottesdienste umrahmt. Nach seinem Tod übernimmt Lothar Maßholder die Chorarbeit.
1954
Durch die wachsende Zahl von Urlaubern werden die Räumlichkeiten im Hause "Köcheler" zu klein. 1954 wird das Grundstück in der Trettachstraße erworben. In der Rekordzeit von nur 4 Monaten wird die Kirche erbaut und am 14. August 1954 durch Bezirksapostel Eugen Startz geweiht.
1976
Priester Alfons Gschwender wird Gemeindevorsteher.
1982
Schwierige wirtschaftliche Verhältnisse veranlassen viele Gemeindemitglieder zum Wegzug, aber die Zahl der Urlaubsgäste wächst. Oft ist die Kirche in den Urlaubsmonaten zu klein. Von der Kirchenleitung wird darum der Abriss und ein Neubau an gleicher Stelle beschlossen. Weihnachten 1982 hält Apostel Herbert Volz den Einweihungsgottesdienst.
1984
Gemeindeevangelist Elmar Sturm aus Sonthofen wird am 15. Januar 1984 Gemeindevorsteher. Am 23. Dezember 1984 versetzt Bezirksapostel Karl Kühnle in einem Gottesdienst in Oberstdorf den Bezirksevangelisten Link altersbedingt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der bisherige Vorsteher der Gemeinde, Gemeindevangelist Elmar Sturm. Seitdem dient Priester Manfred Gutheil (ab Mai 2005 Gemeindeevangelist) der Gemeinde Oberstdorf als Vorsteher.
1990-1999
Der Zuzug vieler Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion bildet in den neunziger Jahren einen Schwerpunkt in der neuapostolischen Missionsarbeit in Oberstdorf. Bis zu 180 Personen sind in Spitzenzeiten im „Haus Hessenland“ in Tiefenbach untergebracht. Viele gläubige Seelen werden dort betreut.
2000
Im Juni 2000 werden die Gemeinden Fischen und Oberstdorf zusammengelegt. Dieser Schritt erweist sich für das Gemeindeleben und alle Aktivitäten als belebend und fruchtbar.
2001
Im Zuge diverser Renovierungsarbeiten erhält die Gemeinde Oberstdorf eine neue Elektronikorgel. Auch der Gemeindechor mit rund 30 Sängerinnen und Sängern, heute unter der Leitung von Lutz Zöbisch, ist eine wertvolle Stütze im Gottesdienst.
2003
Im April 2003 wird die Gemeinde Mittelberg (Kleines Walsertal) ebenfalls in die Gemeinde Oberstdorf integriert. So erstreckt sich der Oberstdorfer Gemeindebereich von Mittelberg (Kleines Walsertal) bis an die Grenze der Kreisstadt Sonthofen.
2006
Am 20. Juli 2006 wird Priester Günther Spiegelsberger Gemeindevorsteher
2007
Eine sich lösende Deckenkonstruktion im Kirchenschiff führt zur sicherheitsbedingten Sperrung des Kirchenschiffs und macht ab April 2007 umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig. Stilistisch sehr ansprechend werden bei den Renovierungen ein neuer Altar aus Naturstein und Holz, neue Bodenbeläge aus Feinsteinzeug und eine neue Beleuchtung eingebaut. In dieser Zeit fanden die Gottesdienste im Untergeschoss der Kirche statt. Am 5. Juli 2007 feiert Bezirksvorsteher Harald Hiltensberger mit der Gemeinde den Wiederbezug.
Am Sonntag, den 7. Oktober 2007 blickte die Gemeinde Oberstdorf dankbar auf ihr 75-jähriges Bestehen zurück. Den Festgottesdienst führte Bischof Bauer durch. Der Chor und die Gemeinde gestalteten mit einem abwechslungsreichen Programm am Abend eine Feierstunde.
Aktuell betreuen 5 Amtsträger (3 Priester und 2 Diakone) die rund 80 Gemeindemitglieder und ca. 2000 Urlaubsgäste pro Jahr.