Am 7. März 2024 luden Frauen der katholischen, evangelischen und neuapostolischen Kirchengemeinden zu einer ökumenischen Veranstaltung anlässlich des Weltgebetstags der Frauen ein.
Menschen in über 170 Ländern feiern seit mehr als 100 Jahren am ersten Freitag im März eine Andacht, die von Frauen aus einem Land der Erde vorbereitet und weitergereicht wird. Der Weltgebetstag will Menschen auf der ganzen Welt verbinden, will informieren, für Gerechtigkeit und Frieden beten und durch die gegebenen Spenden solidarisch handeln.
Motto des diesjährigen Weltgebetstags war „Cookinseln – wunderbar geschaffen!“ Das Zitat aus Psalm 139 „Wunderbar geschaffen!“ sollte Glaubenszeugnis sein, aber auch ein Dank und die Einladung der Geschwister von den Cookinseln, die Welt mit ihren Augen zu sehen, ihnen zuzuhören und die Teilnehmenden in ein positives Lebensgefühl hineinzunehmen. Dabei lernten die Zuhörer/innen auch ein wenig die Kultur der Maori, der indigenen Bevölkerung, kennen. Maori-Worte und -Lieder durchzogen die Liturgie, aber auch Schattenseiten dieses südpazifischen Tropenparadieses wurden angesprochen, wie z.B. die bis heute nachwirkende Missions- und Kolonialgeschichte und die aktuelle Bedrohung durch den Klimawandel mit Zyklonen und Überflutungen. Trotz dieser Probleme wurde in der Veranstaltung deutlich, dass die weltweite große „Welle“ beim Weltgebetstag auch auf eine solidarische neue Lebensweise abzielt: auf ein „betendes Handeln in der Welt“ nach dem Vorbild Jesu Christi zum Erhalt der Schöpfung und in Wertschätzung jedes Einzelnen, der von Gott wunderbar geschaffen wurde. So sei es den Christ/innen weltweit möglich, mit ihren Gaben und Talenten der Welt zu dienen, Frieden und Kraft zu finden und zum Segen zu werden.
Der Abend endete im Johannisheim – zunächst mit zwei kurzen Vorträgen zum Titelbild des Weltgebetstags 2025 und zu einigen geschichtlichen und sozio-kulturellen Länderinformationen. Im Anschluss fand noch ein reger Gedankenaustausch aller Anwesenden bei Suppe, Getränken und diversen südpazifischen Köstlichkeiten statt.
Fotos: Gerhild Kruse