Am Sonntag, den 16.06.2024 besuchte Bischof Volker Keck die Gemeinde Oberstdorf.
Er legte dem Gottesdienst das Wort aus 2. Mose 20, 2-3 zugrunde. Hier heißt es: „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
Zu Beginn seiner Predigt ging Bischof Keck auf das Eingangslied des Chores 275 ein: Jesus will dir heut begegnen. Jesus wünsche sich auch heute eine Begegnung mit jedem Einzelnen der Anwesenden. So wolle Gott auch, dass allen Menschen geholfen werde. Gott sei Liebe, er wolle, dass alle Menschen Zugang zum Heil im ewigen Leben haben.
Auch heute sei das erste Gebot immer noch gültig. Gott offenbare sich im Neuen Bund durch Jesus Christus, seinen Sohn. Jesus lehre uns hierbei, dass Gott nicht nur Schöpfer, sondern auch liebender Vater sei, der uns kenne und für uns sorge. Jesu Person offenbare uns das Wesen Gottes. Wir sollen Gott anbeten in Lob, Dankbarkeit und tätigem Opfer. Die Anbetung solle nicht formell, sondern im Geist und in der Wahrheit erfolgen. Genauso wie damals seien wir heute aufgefordert, uns nicht anderen Göttern zuzuwenden und uns selbst auch nicht Gott gleich zu stellen. Gottes Erwählung sei Geheimnis, Geschenk und Gnade, und Gott erwarte von uns, das Doppelgebot der Liebe umzusetzen.
Priester Schalk, stellvertretender Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Kempten, betonte in seinem Predigtbeitrag u.a., dass Gott immer bei uns sei und uns immer versorge – auch in schwierigen Lebensphasen. Der Segen Gottes bringe uns in seine Nähe. Als bieblisches Beispiel nannte er die Witwe von Zarpat.
Im Rahmen des Gottesdienstes erhielten Renate und Lutz Zöbisch auch den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit. Der Bischof widmete ihnen das Bibelwort aus Johannes 1, Vers 16: Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“
Zur Freude der Gemeinde Oberstdorf bestätigte Bischof Keck Priester Oliver Radtke als weiteren Priester für die Gemeinde Oberstdorf, der zuvor als Priester in der Gemeinde Westerland / Sylt eingesetzt war und mit seiner Frau Christina vor einiger Zeit nach Oberstdorf gezogen war.
Bericht: Dr. Elke Müller-Schneck
Fotos: Nathalie Kiehne