16. November 2017: Gottesdienst mit Apostel Wolfgang Zenker
Der Apostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus der Offenbarung 1, 9 zugrunde: „Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trübsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heißt Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi.“
Warum gehen wir in den Gottesdienst? Ist das noch zeitgemäß?
Brauchen wir die Pflege der Seele und des inneren Menschen überhaupt?
Von Bedrängnis und Trübsal in der Zeit der ersten Christen spannte der Apostel in seiner Predigt den Bogen zu Bedrängnissen der heutigen Zeit, die in ganz verschiedenen Facetten spürbar werden. In manchen Regionen entstehen sie durch Armut, Krankheit, Hunger und schlechte Lebensbedingungen, in anderen durch die Belastungen der modernen Arbeitswelt in Form von Stress, Zeitmangel, Erwartungs- und Leistungsdruck, in einigen Gebieten sogar bis zur Christenverfolgung.
Nimm Jesus in dein Lebensschiff!
Diese Textpassage aus dem gemeinsam gesungenen Eingangslied empfahl Apostel Zenker als Rezept, um Bedrängnissen zu begegnen, das eigene Leben immer wieder nach den christlichen Werten zu ordnen und die Nähe Jesu im Alltag zu erleben. In seiner vorbereitenden Ansprache legte der Apostel dies auch den jungen Eltern ans Herz, die für ihren kleinen Sohn Julian das Sakrament der Heiligen Versiegelung erbeten hatten.
Zum Ende des Gottesdienstes versetzte Apostel Zenker Priester Charles Müller in den Ruhestand. Priester Müller war insgesamt 18 Jahre als Amtsträger in verschiedenen Gemeinden des Bezirkes Peiting tätig, zuletzt seit seinem Zuzug am 01.09.2013 in Marktoberdorf. Apostel Zenker dankte ihm für Verlässlichkeit und Treue, für die Unterstützung als Seelsorger, Organist, Sänger, Religionslehrer und manchem in aller Stille geleisteten Dienst und wünschte ihm und seiner Familie den Segen Gottes für den neuen Lebensabschnitt. Priester Gunther Friz wurde beauftragt, die Lücke in der Seelsorge für die Gemeinde zu schließen und die Gemeinde Marktoberdorf tatkräftig zu unterstützen.
Text: Irene Klemm
Fotos: Max Ermold