Auf den Tag genau, am Sonntag, 09.06.2024, feierte Bischof Volker Keck mit der Gemeinde Isny den Jubiläumsgottesdienst zum hundertjährigen Bestehen. Vertreter der Stadt, Bürgermeister Rainer Magenreuter und die Ortsvorsteher Rainer Leuchtle und Claus Zengerle sowie der evangelische Pfarrer Dietrich Oehring, nahmen - ebenso wie viele aktuelle und ehemalige Gemeindemitglieder - teil am Gottesdienst.
Der Bischof brachte als Predigtgrundlage Psalm 108, die Verse 4 und 5, mit - ein Impuls des Apostels.
„Ich will dir danken, Herr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Treue, soweit die Wolken gehen.“
Der Bischof bezeichnete den Sonntag als einen Tag des Dankens und des Lobes, im Gedenken an alle, die in der Gemeinde in den zurückliegenden Jahren bereits gewirkt haben. Er dankte auch den Vertretern der Stadt und der Geistlichkeit für die Wertschätzung der Gemeinde durch ihre Teilnahme.
„Wir wollen Gott an diesem besonderen Tag die Ehre geben“, sagte der Bischof und zitierte aus Psalm 122, dem Segenswünsche für Jerusalem, in diesem Fall Isny. „(...) Ich freue mich über die, die da sagen: Wünschet Jerusalem (Isny) Frieden. Um Frieden muss gerungen werden, wie wir in dem Weltgeschehen sehen. Wahrer Friede kann nur durch göttlichen Frieden erlangt werden. Euren Frieden lasse ich euch, meinen Frieden aber gebe ich euch."
Der Bischof beleuchtete kurz die zurückliegenden Jahre und die Beständigkeit der damaligen Verantwortlichen. (Hebräer 13,7) und rief dazu auf, dem Beispiel ihres Glaubens zu folgen.
Danken wir Gott, dass wir in einem Land leben, in dem Religionsfreiheit herrscht und denken wir an die Christen, die dies nicht erleben, sondern wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
Im Hinblick auf die Zukunft konstatierte der Bischof viel Hoffnungslosigkeit unter den Menschen. Wir sehen zuversichtlich auf eine Zukunft mit Gott. Gottes Gnade begleitet uns, sie ist ein Geschenk. Danken wir immer dafür.
Der Auftrag für die Zukunft sei: Nicht nachlassen! Oder wie der Bezirksvorsteher Hiltensberger in Ruhe gern sagte: Land it luck (lasst nicht nach) „Lasst uns einander in Liebe und Wertschätzung begegnen.“
Zu Predigtbeiträgen wurden Bezirksvorsteher Gerhard Keck und der Vorsteher der Kirchengemeinde Isny, Priester Thomas Mögerle, gerufen.
Nach Abendmahl und dreifachen Segen überbrachte der Bürgermeister der Stadt Isny, Rainer Magenreuter, seine persönlichen und die Glückwünsche der Stadt. Er dankte der Gemeinde für ihre Arbeit in der Gemeinschaft von der Jugend bis zu den Senioren. „Sie nehmen viele Aufgaben wahr, die unserer Stadt gut tun“.
Nach dem Gottesdienst wurde noch ein wenig gefeiert.