Den Gottesdienst mit Apostel Volker Keck, am 02. Februar 2025 in Immenstadt, prägten die Predigt, die Spendung der Gabe Heiligen Geistes und die Ruhesetzung eines langjährigen Priesters der Gemeinde.
Apostel Volker Keck stellte Psalm 132, 13 in den Predigtmittelpunkt: „Denn der HERR hat Zion erwählt, und es gefällt ihm, dort zu wohnen.“
Zu Beginn des Gottesdienstes berichtete der Apostel vom Willkommensgruß der Kinder im Foyer. Sie sangen ihm ein Lied über zu verschenkende Freude, Liebe und Frieden. „Herzlich willkommen zu Hause“ wünschte ihm ein kleiner Glaubensbruder stellvertretend für die ganze Kinderschar.
Eine großartige Einladung sei, dass der HERR allen heute Freude, Liebe, Frieden, Heil, Trost und Stärkung schenken wolle, so der Apostel.
Begegnung mit dem Herrn bringt immer eine Veränderung
Abraham und Mose sind biblische Beispiele für die Erwählung Gottes.
(1. Mose 12, 2): „Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.“
(2. Mose 13, 14) „Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt.“
Für die Erwählung gibt es keine Begründung.
Wenn der Herr in seiner Vollmacht ruft, dann sollte man ihm nachfolgen. „Gott hat dich und mich zu seinen Kindern gemacht, das ist ein Geschenk Gottes.“
Mit der Gabe des Heiligen Geistes hat Gott dauerhaft Wohnung in uns.
„Was für Auswirkungen hat das auf uns und unser Verhalten?“, fragte der Apostel.
Für die eigene Seele:
• nach dem Willen Gottes fragen
• zuerst nach dem Reich Gottes trachten
Für den Nächsten:
• nach dem Doppelgebot der Liebe handeln
In der Gemeinde:
• seinen Platz in der Gemeinde ausfüllen
(Joh. 13, 35)„Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
Das Ziel:
• Ewig in der Gegenwart Gottes zu leben. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und siehe, ich mache alles neu. (Off. 21,5)
In seinem Predigtbeitrag erinnerte Bezirksvorsteher Gerhard Keck in Bezug auf die verändernde Kraft Gottes an die Begegnung der Emmausjünger mit Christus: „Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete“. (Lk 24, 32). Zweites Beispiel war der reiche Jüngling, der zu diesem Zeitpunkt seiner Begegnung mit Jesus Christus seine Chance nicht genutzt hat. (Mk 10,17-27; Lk 18,18-27).
Vor dem Heiligen Abendmahl empfingen drei Seelen die Gabe Heiligen Geistes durch Handauflegung des Apostels. Die Heilige Versiegelung ist das Sakrament, durch das der Gläubige unter Handauflegung und Gebet eines Apostels die Gabe des Heiligen Geistes empfängt und ein Gotteskind mit der Berufung zur Erstlingsschaft wird. (Katechismus der Neuapostolischen Kirche, 8.3)
Berührend war, dass beide Kleinkinder den Apostel während der heiligen Handlung anstrahlten und ein Vater mit seinem kleinen Sohn gemeinsam dieses Sakrament erhielt.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls verabschiedete der Apostel Priester Thomas Vierkorn in den Ruhestand. Priester Thomas Vierkorn war 42 Jahre als Amtsträger in verschiedenen Gemeinden tätig. Seit Dezember 2014 war er in der Gemeinde Immenstadt als Priester aktiv. Als ein treuer und zuverlässiger Seelsorger hat er sein priesterliches Amt mit viel Liebe und Empathie ausgefüllt. Mit seiner positiven Energie und unerschütterlichen Freude war er eine große Bereicherung im Ämterkreis sowie in der Gemeinde. Außerdem lag ihm die Jugend ganz besonders am Herzen. Aufgrund gesundheitlicher Belastungen bat Priester Vierkorn um seinen vorzeitigen Ruhestand. Dem entsprach der Apostel schweren Herzens.
Die Gemeinden Blaichach, Sonthofen und Oberstdorf nahmen an diesem Gottesdienst teil. Chor und Orchester umrahmten den Gottesdienst mit einfühlsamen Musikbeiträgen.