Am Sonntag, den 03.10.2010, am Erntedanktag, besuchte der Leiter des Apostelbereichs Ulm, Apostel Hans-Jürgen Bauer die Gemeinde in Sonthofen.
Der Festgottesdienst, zu dem auch die Gemeinde Oberstdorf eingeladen war, hatte drei Schwerpunkte:
· Erntedankfest,
· Versiegelung und
· Goldene Hochzeit
Das Gemeindeorchester stimmte die Festgemeinde in voll besetzten Sonthofener Kirche zusammen mit dem Gemeindechor auf den Festgottesdienst ein.
Als das Goldene Brautpaar, der Bezirksvorsteher im Ruhestand, Elmar Sturm mit seiner Frau, durch das Kirchenschiff auf ihren Platz gingen, spielte eine Querflöte von der Orgel begleitet das Lied „Nur so wie Du, Herr Jesus, möchte ich werden“. Der Gemeindechor fügte dem an „Bis hierher hat der Herr geholfen“.
Der Apostel stellte den Gottesdienst unter das Wort aus Psalm 145, 15 u. 16: „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.
Zu Beginn wies der Apostel darauf hin, dass Freud und Leid stets eng beieinander liegen. So sei in der Gemeinde ein Glaubensschwester verstorben und damit Trauer eingekehrt. Auf der anderen Seite soll heute noch ein freudiges Fest der Goldenen Hochzeit gefeiert werden. Er sprach den trauernden Angehörigen Trost und Hilfe von Gott zu. Gleichzeitig wies er auf die Dankbarkeit hin für das, was mit der verstorbenen Glaubensschwester gemeinsam erlebt wurde und leitete so über auf den Schwerpunkt des Gottesdienstes: „Dankbarkeit“.
Schon Hiob konnte sagen: Der Herr hat`s gegeben, der Herr hat`s genommen, ihm sei Dank in allem. Wer so danken kann, hat erkannt, dass alles aus Gottes Hand kommt.
„Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele vor der Macht der Zerstörung“, so zitierte der Apostel einen weisen Mann. Wer nicht dankbar ist, dem fehlt Liebe, dem fehlt Friede, dem fehlt Glaube und ist damit offen für alles, was Seele, Geist und Leib schadet. Er wies darauf hin, dass man nicht nur dankbar sein soll, wenn es einem gut geht. Vielmehr lehrt der Glaube, dass einem alles zum Besten diene.
Gott hat sowohl im Natürlichen seine Zusage für Saat und Ernte gegeben, als auch im Geistlichen gibt er immer wieder sein Wort, seinen Frieden und seine Gnade. Diese Wohltaten im Natürlichen und im Geistlichen müssen doch eine Reaktion auslösen: „Dankbarkeit“.
Wie können wir Gott am besten danken? Indem wir ihm nachfolgen. Und wenn wir ihm nachfolgen, dann sind wir stets bemüht, göttliche Wesenszüge anzunehmen. Wenn dieses Bemühen ehrlich und aufrichtig ist, dann nimmt der Herr auch am Tag der biblisch verheissenen Wiederkunft diese Seelen in Gnaden an und auf.
Der Bezirkvorsteher des Bezirks Kempten, Harald Hiltensberger, ergänzte anschließend noch die Predigt des Apostels und forderte die Gemeinde und das Goldene Brautpaar auf, reichlich dankbar zu sein für alles, was sie in der Vergangenheit bis heute aus Gottes Hand entgegennehmen durften.
Die Feier des Heiligen Abendmahls leite der Apostel mit dem Hinweis ein, dass wir auch dankbar sein sollen für das Opfer Jesu. Diese Dankbarkeit findet ihren Ausdruck in dem Wunsch, der eingangs als Lied vorgetragen wurde: „Nur so wie Du, Herr Jesu, möchte ich werden.“
Nach der Feier des heiligen Abendmahls spendete der Apostel noch einer Seele das Sakrament der Heiligen Versiegelung (= Spendung des Heiligen Geistes).
Bevor der Apostel dem Brautpaar den Segen zur Goldenen Hochzeit spendete, gab er ihnen noch ein Bibelwort aus 2.Thessalonicher 16 u. 18 mit auf den Weg:“Er aber, der Herr des Friedens, gebe Euch Frieden allezeit und auf alle Weise. Der Herr sei mit euch allen. - Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen.“
Es folgten zum Abschluss noch zwei Vorträge des Kinderchors:
· Hast Du heute schon danke gesagt?
· If the Savior stood beside me (Wenn der Retter neben mir stand)
Der einfühlsam vorgetragene Kindergesang wurde von der Gemeinde mit Applaus quittiert.
Während die Gemeinde noch die Gelegenheit nutze sich vom Apostel und den ihn begleitenden Bezirksämtern zu verabschieden und dem Goldenen Brautpaar zu gratulieren, sang der Gemeindechor noch die Lieder „Das ist ein köstlich Ding, danken dem Herrn“ und „Jauchzet und singet in dankenden Chören. Somit fand der Festgottesdienst einen würdigen Abschluss.