Letzter Gottesdienst in der Gemeinde Kempten-Nord. Nachdem bereits seit September 2009 die Wochengottesdienste sowie auch die Übungsstunden des Gemeindechors in der Gemeinde Kempten-Ost stattfinden, wurden die Mitglieder der Gemeinde im Oktober im Gemeindeabend mit Bischof Jürgen Gründemann und dem Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Kempten, Harald Hiltensberger, über die endgültige Gemeindezusammenführung mit der Gemeinde Kempten-Ost informiert.
Erklärtes Ziel dieser Maßnahme ist die Stärkung beider Gemeinden mit einer optimierten seelsorgerischen Betreuung.
Am Sonntag, den 17. Januar 2010 war es dann soweit: Der letzte Gottesdienst in der Gemeinde Kempten-Nord fand statt, den Bezirksvorsteher Harald Hiltensberger in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche hielt. Mit dazu eingeladen war die Gemeinde Kempten-Ost, die zukünftige Heimat der Mitglieder der Gemeinde Kempten-Nord. Auch viele ehemalige Gemeindemitglieder ließen es sich nicht nehmen an diesem doch historischen Ereignis teilzunehmen. Ebenso waren viele Amtsträger im Ruhestand gekommen, u. a. der langjährige Gemeindevorsteher Waldemar Schneider, der mittlerweile die Gottesdienste in der Gemeinde Dietmannsried besucht. Zur Überraschung und Freude aller kam auch die Blechbläsergruppe des Kirchenbezirks, in der der Gemeindevorsteher seit vielen Jahren mitspielt.
In einem sehr bewegenden Gottesdienst stellte der Bezirksvorsteher zwei Dinge in den Mittelpunkt: Den Dank an die Gemeinde für alles Geleistete, was oftmals auch im Verborgenen stattfand, für jeden Einsatz, jede Aktivität, für alle Unterstützung aber auch die Bitte und den Wunsch nun nicht in Passivität zu verfallen und in der Aktivität nicht nachzulassen. Es ist doch nur allzu verständlich und ganz normal, wenn solche Veränderungen stattfinden, dass so etwas auch Wehmut und innere Bewegung auslöst, so der Bezirksvorsteher.
Nach dem Verlesen einer Kurzchronik der Gemeinde durch den Gemeindevorsteher, Evangelist Ulrich Rietzler, und einem Predigtbeitrag des stellvertretenden Bezirksvorstehers Rainer Schaidnagel wurde dann auch noch ein letztes mal der Gemeindevorsteher zur weiteren Wortverkündigung an den Altar gerufen, was ihn verständlicherweise sehr bewegte. In großartiger Weise öffnete er ein „Fenster für die Zukunft“ und bekräftigte seine Unterstützung für die nun eingeleiteten Maßnahmen. Den Höhepunkt des Gottesdienstes bildete die Feier des letzten gemeinsamen Heiligen Abendmahls in der Gemeinde.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand dann noch eine gemeinsame Teestunde statt um diesen letzten Gottesdienst in der Gemeinde in schöner Gemeinschaft ausklingen zu lassen.
Nun freut sich die ganze Gemeinde bereits auf den nächsten Gottesdienst am kommenden Donnerstag in der Gemeinde Kempten-Ost, zu dem sich Apostel Bauer aus Ulm angekündigt hat um die Gemeindezusammenführung dann offiziell vorzunehmen.