Anlässlich des 60-jährigen Gemeindejubiläums der Gemeinde Wertach hielt am Donnerstagabend, den 16. Oktober 2008 Bischof Jürgen Gründemann einen Festgottesdienst in der Kirche in Wertach.
Diesem Gottesdienst legte er das Bibelwort aus Matthäus 7, die Verse 24 und 25 zugrunde:
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
Zu Beginn seiner Predigt überbrachte der Bischof die herzlichen Grüsse des Apostels und sprach der Gemeinde herzliche Glückwünsche zum Jubiläum aus.
Ein Jubiläum sei auch Zeit Rückschau zu halten. Er erinnerte an die vielen Opfer die erbracht wurden, um die Gemeinde zu gründen und aufzubauen. Damals, in der Anfangszeit, wurden noch weite Wegstrecken zurückgelegt um zum Gottesdienst zu kommen, so der Bischof. Das wurde oftmals zu Fuss oder mit dem Fahrrad erledigt und ein Navigationssystem wie heute, gab es auch noch nicht...
Oftmals waren sicher auch Schwierigkeiten zu überwinden, aber es war Gottes Wille, dass in Wertach eine Gemeinde entsteht. Und was Gottes Wille ist, wird auch geschehen, so der Bischof.
Er gab der Gemeinde auch ganz speziell noch ein Bibelwort aus den Psalmen an die Hand, nämlich Psalm 111, die Verse 1 bis 3:
Halleluja! Ich danke dem HERREN von ganzen Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Gross sind die Werke des HERRN; wer sie erforschet, der hat Freude daran. Was er tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
Nehmen wir das noch wahr, was der Herr tut, empfinden wir es noch als etwas besonderes wenn wir einen Gottesdienst erleben, fühlen wir noch die Nähe Gottes stellte der Bischof die Frage an alle. Lassen wir uns dieses Wohlgefühl niemals nehmen, ermahnte der Bischof.
Zur weiteren Wortverkündigung rief Bischof Gründemann dann noch den Vorsteher des Kirchenbezirks Kempten, Harald Hiltensberger und den Vorsteher der Gemeinde Wertach, Priester Klaus Seim an den Altar. Bezirksvorsteher Hiltensberger verlas auch eine Kurzchronik der Gemeinde, die er mit dem einen oder persönlichen Erlebnis als junger Priester in der Gemeine Wertach würzte, was durchaus zum Schmunzeln veranlasste...
Umrahmt und mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Gemeindechor, der zu diesem festlichen Anlass von Sängern aus der Gemeinde Kempten – St. Mang verstärkt wurde.
Nach dem Gottesdienst “in der kleinsten Gemeinde” des Kemptener Kirchenbezirkes hatten noch alle die Möglichkeit sich persönlich vom Bischof zu verabschieden und auch noch ein paar Worte mit ihm zu wechseln.