Am Donnerstagabend, den 29. März 2007 hielt unser Bezirksapostel Michael Ehrich einen Gottesdienst in der Gemeinde Kempten Sankt Mang.
Nach dem Eingangslied und dem Gebet trug der gemischte Chor in Begleitung eines E-Pianos und Querflöten das Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“ vor. Gleich zu Beginn seines Dienens griff der Bezirksapostel die Kernaussage des Liedes noch einmal auf. Er bezog sich dabei auf den 1. Korinther Brief des Apostel Paulus … aber jeder hat seine Gabe von Gott, der eine so, der andere so. Er betonte, dass er dies nun aus dem Zusammenhang des Briefes heraus nahm und in den Zusammenhang des Liedes setzte. Jeder hat seine eigene Gabe vor Gott und jeder hat seine Zeit. Der eine hat ein erfülltes, glückliches Leben und der andere hat ein mit Drangsal bestücktes, leidvolles Leben. Was verbirgt sich hinter diesen Gedanken? Die Zeit, die wir auf Erden haben zu nutzen. Dies können wir tun, indem wir uns die Frage zu unserem Leben stellen:
Das Textwort dieses Gottesdienstes stammt aus dem Gottesdienst des Stammapostels vom letzten Sonntag aus dem 1. Petrus Brief, 1. Kapitel Vers. 18 und 19: „denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber und Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes“. In diesem Wort steht zunächst das Opfer Christi an zentraler Stelle. Wo steht dieses Opfer für uns? Ist es der Mittelpunkt in unserem Leben?
Erlösung bringt man zunächst mit Sünde und Schuld in Zusammenhang. Erlösung geht aber letztlich weiter. Erlöst werden von nichtigem Wandel (von Sünde und Schuld) werden wir nur dann, wenn wir zur Selbstvergebung bereit sind. Dies ist mit der Bedingung verknüpft, dass wir Sünde und Schuld vor dem Herrn bekennen, uns innerlich ausrichten und bereit sind vom schlechten Weg umzukehren.
Bezirkapostel Ehrich ging auf den erlebten Stammapostelgottesdienst ein, wo dieser von der Sklavenhaltung im Altertum berichtete. Für uns heutzutage ist ein solcher Umgang verwerflich, menschenunwürdig und auch undenkbar, da der Mensch als Eigentum zur Sachlichkeit abgestuft wird. Damals war es üblich durch vergängliches Gold und Silber einen solchen Sklaven freizukaufen. Dieser hatte oft einen sehr hohen Preis, da in ihm nur die Arbeitskraft gesehen wurde, nicht aber der Mensch.
Manche waren mit der Freiheit überfordert, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Der liebe Gott hat uns ausgerüstet Verantwortung wahrzunehmen. Der gesunde Mensch hat Augen und Ohren mit denen er alles aufnehmen kann, aber er hat zugleich seinen Verstand, um zu filtern, zu werten, zu bewerten und Stellung zu beziehen.
Nichtigen Wandel definierte der Bezirksapostel als wertlos, nicht zum Ziel führend und banal, deshalb sollen wir uns vom nichtigen Wandel lösen. Aber Selbsterlösung gibt es nicht. Jesus kann und will uns erlösen! Noch einmal schlug er den Bogen zum Eingangslied. Unsere Zeit liegt in Gottes Hand und soll nutzbar sein für das größte Ziel, der Wiederkunft Christi.
Das Volk Israel machte sich das goldene Kalb zum Götzen und betete es an. Nachdem Moses weg war verloren sie Gott schnell aus den Augen und wollten nur noch die Götzen sehen. Welche Götzen sind in unserem Leben? Was stellen wir in den Mittelpunkt? Unsere Zeit könnte banal und nichtig werden. So wie das Leben des reichen Kornbauers. Er handelte aus menschlicher Sicht klug. Er baute größere Scheunen und betrieb Vorsorge, aber nur das stand im Mittelpunkt seines Lebens. Es wurde nichtig. Als weiteres Beispiel nannte er den reichen Jüngling, der gesetztes treu alle Gesetzte hielt, dessen Leben aber im entscheidenden Moment nichtig wurde, als Jesus von ihm die Nachfolge verlangte, indem er seine Besitztümer verkaufen sollte. Dazu war der Jüngling nicht fähig und machte so sein Leben nichtig.
Abschließend fasste er noch einmal die wichtigsten Aussagen zusammen:
Dann wird sich die Aussage des Sacharja 8, aus dem Vers 13, wo der Herr durch den Propheten spricht „… so will ich euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!“ erfüllen. Wenn wir uns daran halten, ein im göttlichen Sinn erfülltes Leben zu führen, dann ist das Leben kein nichtiger sondern ein richtiger, Gott wohlgefälliger Wandel. Wenn wir uns um ein solches Leben bemühen, dann wird der Herr bei seiner Wiederkunft jedem die Gnade schenken die er noch braucht, um teilhaben zu können…
Zur weiteren Wortverkündung rief unser Bezirksapostel Ehrich den Bezirksevangelisten Meier aus dem Bezirk Memmingen und unseren Apostel Eckhardt auf. Der Höhepunkt des Gottesdienstes fand in der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls statt. Der Bezirksapostel verabschiedete sich noch persönlich von allen Gottesdienst Besuchern. So endete dieser Abend als „Krönung“ des erlebten Tages!