Am 4. Oktober 2026 feierte die neuapostolische Kirchengemeinde Immenstadt den Erntedankgottesdienst mit Apostel Volker Keck. Am selben Tag beging sie ihr 100-jähriges Bestehen. Der Dank für Gottes Gaben verband sich so mit dem Rückblick auf ein Jahrhundert Gemeindeleben.
Der Predigt lag Psalm 19, Vers 2 zugrunde: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.“
Apostel Keck dankte der Gemeinde für ihre Beständigkeit. Glauben, lieben und hoffen zu können, sei Ausdruck der Gnade Gottes. Auch für den weiteren Weg brauche es diese Gnade und die Kraft, beständig zu bleiben: in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet.
Mit dem Dank für die Schöpfung verband der Apostel den Auftrag, achtsam und sorgsam mit ihr umzugehen. Das betreffe die Natur ebenso wie den Nächsten, die Gemeinde, aber auch beispielsweise die eigene Gesundheit. Dabei lenkte er den Blick auch auf die geistige Schöpfung: Es gelte, zu bewahren und zu bebauen sowie dem Heiligen Geist Raum zu geben.
Unabhängig davon, wie Vergangenheit und Gegenwart eines Menschen aussehen, wolle Gott ihn in seine Nähe führen. Darin zeigten sich seine Liebe und Treue. Der Apostel rief die Gemeinde dazu auf, eins zu sein und Gott für seine Größe und Güte zu danken.
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde Bezirksvorsteher Evangelist Gerhard Keck an den Altar gebeten.
Drei Kinder empfingen in diesem Gottesdienst das Sakrament der Heiligen Versiegelung, die Spendung der Gabe des Heiligen Geistes. Diakon Frank Mews wurde nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.
Kinderchor, Chor und Orchester gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit.
Im Anschluss an den Gottesdienst trug Gemeindevorsteher Herbert Baiz eine Kurzchronik vor und blickte auf die hundertjährige Geschichte der Gemeinde Immenstadt zurück.
Apostel Keck überreichte im Namen des neuapostolischen Hilfswerks „humaNAKtiv“ eine Spende in Höhe von 10.000 € an die Diakonie Allgäu. Damit werden drei wichtige Projekte der Tagesstätten Immenstadt, Lindenberg und Kempten gefördert.
Bereichsleiter Herr Höck dankte im Namen der Begünstigten sehr herzlich und in persönlicher Weise. Er erläuterte die Arbeit der Diakonie und betonte die hohe Bedeutung von Spendengeldern für die Sozialarbeit.