Dem Gottesdienst mit Bischof Jürgen Gründemann in der Gemeinde Lindenberg am 25.09.2026 lag das Wort aus Jesaja 42, Vers 3 zugrunde: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ Der Bischof bezeichnete es als Trostwort. Was beschädigt sei und seinen Zweck nicht mehr erfülle, werde im Alltag häufig weggeworfen. Doch wie gehe Christus mit Menschen um, deren Glaube schwach geworden sei?
Er gebe sie nicht auf. Er richte wieder auf und bringe das Feuer zurück. Der Bischof verwies dazu auch auf Matthäus 12, wo das Wort aus Jesaja erneut aufgegriffen wird. Christus sei ein Tröster, der in der Stille wirke und dessen Stimme dennoch zu hören sei.
„Gott ist da“ gelte auch in Situationen, in denen sich Menschen allein oder ausgegrenzt fühlten. Ebenso bleibe seine Zuwendung bestehen, wenn sie schuldig würden: Christus schenke Vergebung und ermögliche einen neuen Anfang.
Manchmal gleiche der eigene Glaube einem Docht, der nur noch glimme. Im Gottesdienst könne er neue Stärkung erfahren. Damit verband der Bischof die Aufforderung, selbst ein Licht für andere zu sein. Jesus stehe den Gläubigen in unterschiedlichen Lebenssituationen bei und helfe ihnen, auf die Gemeinschaft mit ihm am Tag seiner Herrlichkeit zuzugehen.