Am 27. September 2026 traf sich die Jugend des Bezirks zu einem Berggottesdienst in Altstädten. Priester Roland Fündling leitete den Gottesdienst und stellte die Frage in den Mittelpunkt seiner Predigt: „Wer bin ich?“
Das Textwort aus Psalm 8 beschreibt das Staunen über Gottes Schöpfung und fragt angesichts ihrer Größe, weshalb Gott sich dem Menschen zuwendet. Daran knüpfte Priester Roland Fündling an: Was würden wir antworten, wenn Gott uns fragte, wer wir sind? Und worüber bestimmen wir selbst unseren Wert – über Besitz, Leistung oder die Anerkennung anderer?
Gott habe darauf längst eine Antwort gegeben: Er hat den Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen. Die Beziehung zu ihm müsse sich niemand durch Leistung erarbeiten. Sie sei ein Geschenk seiner Gnade. Auch im Alltag begegne uns die Frage nach der eigenen Identität: Wie sehen uns andere? Wie wichtig sind uns ihre Reaktionen, ihre Anerkennung oder die Zahl der Klicks? Für Gott seien diese Maßstäbe nicht entscheidend. Er kenne jeden Menschen bis ins Innerste und liebe ihn auch dort, wo er noch nicht so sei, wie Gott ihn haben möchte.
Damit verband der Priester die Ermutigung, sich nicht zu fürchten – auch dann nicht, wenn andere einem nicht die Wertschätzung entgegenbringen, die man sich wünscht. Der Gedanke „Du bist ein Wunschkind Gottes“ gab der Frage „Wer bin ich?“ eine klare Antwort.
Weitere Predigtbeiträge wurden durch Priesterin Antje Schönenborn sowie die Priester Nicolas Rau und Dirk Müller gestaltet.