Mit großer Freude und Begeisterung bereiten sich die Gemeinden im neuapostolischen Kirchenbezirk Kempten auf den Fest-Gottesdienst an Ostern mit ihrem Bezirksapostel Michael Ehrich vor. Der Gottesdienst findet in einem historischen Kirchengebäude statt.
Bau und Einweihung
Die Gottesdienste in Kempten fanden seit Gemeindegründung im Mai 1922 in verschiedenen Mietlokalen statt. Am 26. Februar 1928 konnte Bezirksapostel Karl Gutbrod unter großer Beteiligung der Vertreter des öffentlichen Lebens das erste eigene Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche im Allgäu weihen. Planung und Bauleitung wurden dem damals sehr renommierten Architekturbüro Heydecker, Kempten, übertragen. Otto Heydecker entwarf das Kirchengebäude mit 350 Sitzplätzen und einem Verwaltungstrakt mit Vorsteherwohnung.
Kunst am Bau
Das Eingangsportal stellt bildlich Jesus Christus als den „Guten Hirten“ dar (vgl. Joh 10), der sich liebevoll um seine „Herde“ sorgt, sie auf „grüne und frische Auen“ (vgl. Psalm 23) führt und „den Verlorenen und Hilfsbedürftigen“ nachgeht (vgl. Hesekiel 34,12) – ein klar umrissener Auftrag Jesu an seine Nachfolger und besonders an das Apostolat.
Hinter dem Altar schuf Kunstmaler Nicolai, Augsburg, das Bild „Jesus mit der Samariterin am Jakobsbrunnen“. Am Ausgang des Kirchenschiffs stellte eine Plastik des Bildhauers Fritz Beck, Augsburg, den „Gang nach Emmaus“ dar. Beide Kunstwerke sind nicht mehr erhalten.
Renovierung und Umbau
Umfangreiche Modernisierungen und Anpassungen an das moderne Gemeindeleben (u. a. Barrierefreier Zugang, Einbau einer neuen Orgel mit 19 Registern und 1102 klingenden Pfeifen, Einbau einer Stahlkonstruktion als Empore zur Erhöhung der Sitzplatzangebots, Unterrichtsräume etc.) erfolgten 1990/1991. Mit Planung und Bauleitung - unter Einhaltung aller maßgeblichen Bestimmungen des Denkmalschutzes - war das Architekturbüro Keck, Heidenheim, beauftragt. Am 20. November 1991 konnte Bezirksapostel Karl Kühnle nach über einjähriger Bauzeit die Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben.
Aktuell …
… nutzen wir dankbar die Kirche in vielfältiger Weise, so zu regionalen und überregionalen Gottesdiensten, ökumenischen Sitzungen, Religionsunterrichten, Jugendtreffen, Gemeindefesten etc.