Der „Lebendige Kreuzweg“, über Monate von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam mit weiteren Organisationen vorbereitet, hat alle Erwartungen übertroffen: Am Freitag, den 27. März 2026, machten sich mehr als 900 Menschen auf den Weg, um die Passion Christi eindrucksvoll mitzuerleben.
Bereits bei der Begrüßung auf dem St.-Mang-Platz wurde deutlich, worum es an diesem Abend ging: Die evangelische Dekanin Dorothee Löser bezeichnete den Kreuzweg als „Zeitreise über 2000 Jahre zurück“ – und zugleich als „Hoffnungsgeschichte Gottes mit uns Menschen“.
Zusammen mit dem Schirmherrn, Oberbürgermeister Thomas Kiechle, und dem Vorstand der ACK wurde die Feier eröffnet. Harald Hiltensberger, Bezirksvorsteher iR der Neuapostolischen Kirche, lud die Anwesenden ein, den Blick auf Jesus Christus zu richten und gemeinsam das „Vaterunser“ zu beten.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Laudate omnes gentes“ setzte sich der große Zug mit 49 Schauspielerinnen und Schauspielern in Bewegung. In fünf Stationen führte der Weg durch die Stadt bis zur Basilika St. Lorenz. Die eindrucksvollen und einfühlsamen Darstellungen berührten viele der Teilnehmenden tief.
Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer konnte der Kreuzweg sicher durch die teils engen Gassen geführt werden – eine organisatorische Herausforderung, die hervorragend gemeistert wurde.
In der bewegenden Schlussszene erklang der Siegesruf Jesu: „Es ist vollbracht.“ Momente der Stille folgten, bevor sich die Geistlichen vor den leeren Kreuzen versammelten. Ebenso nahmen der Projektchor der Neuapostolischen Kirche, die Band der AlpenChurch sowie der Posaunenchor der St.-Mang-Kirche ihre Plätze ein.
Stadtpfarrer Thomas Rauch schlug anschließend einfühlsam die Brücke von der Passion zur Hoffnung der Auferstehung. In den Fürbitten, verfasst von Pfarrer Christoph Lichdi und vorgetragen von Delegierten der ACK, wurde die Verbundenheit im Gebet sichtbar. Dekan Bernhard Hesse lud erneut zum gemeinsamen „Vaterunser“ ein.
Auch Oberbürgermeister Thomas Kiechle griff den österlichen Gedanken auf: „Ostern zeige, dass wir alle unterwegs sind – als glaubende und suchende Menschen“.
Zum Abschluss dankte Harald Hiltensberger allen Mitwirkenden, insbesondere den Organisatoren, den Darstellenden, den musikalisch Beteiligten sowie den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Sein besonderer Dank galt auch allen Teilnehmenden, die den Kreuzweg würdevoll und in großer Andacht mitgegangen sind.
Mit dem gemeinsamen Lied „Bist‘ zu uns wie ein Vater“ klang der Abend aus.
Lebendiger Kreuzweg in der Presse: Die Allgäuer Zeitung berichtete am 30. März 2026 über den „Lebendigen Kreuzweg“ (vgl. Anl.) Der Bayerische Rundfunk sendet in seinem Fernsehprogramm BR 3 am Samstag, 04. April 2026, 17.45 Uhr, in der Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“ über den Kreuzweg. Die Fotostrecke von Ralf Lienert finden Sie unter www.allgaeuer-zeitung.de
Bild 1: Ralf Lienert
Bild 2-12: Privat
Bild 13-22: Ralf Lienert