Den Abendgottesdienst in der Kirche Kempten-Süd, in dem das Textwort aus Markus 12 Vers 17 “Da sprach Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich über ihn.
“ zu Grunde lag, hielt Bischof Jürgen Gründemann am Mittwoch, den 28.04.10. Mit dazu eingeladen waren die Gemeinden Kempten-Ost, Dietmannsried, Obergünzburg, Waltenhofen und Wertach.
Zu Beginn nahm der Bischof Bezug auf das vom gemischten Chor vorgetragenen Lied „Wer überwindet“. Überwinden hat etwas mit Anstrengung zu tun. Wir müssen uns anstrengen, dass wir selbst etwas überwinden können. Dazu muss man sich mitunter selbst „eine Predigt halten“, mahnte der Bischof. Oft tendiert man dazu, anderen etwas zu sagen, was ja auch viel leichter ist, aber nichts mit eigenem Überwinden zu tun hat.
In seiner Predigt stellte der Bischof dann die Frage, was sollen wir denn dem Kaiser geben? In der heutigen Zeit steht die Obrigkeit für den Kaiser damaliger Zeit. Wir alle haben unsere Verpflichtungen, der Obrigkeit (dem Staat, dem „Kaiser“) das zu geben, wozu wir verpflichtet sind. Aber was sollen wir Gott geben? Welche Einstellung haben wir? Wir wollen Gott danken und ihm Ehre entgegenbringen und ihm die ganze Liebe schenken, für alles was er uns zum Heil und aus Gnade gegeben hat. Das kann in vielfältiger Art und Weise getan werden, z. B. durch das Zeit- Verzicht- und finanzielle Opfer.
Zur weiteren Wortverkündigung rief Bischof Gründemann dann noch den stellvertretenden Bezirksvorsteher Richard Bock und Priester Bruno Sontheim an den Altar.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls konnten sich dann noch alle Gottesdienstteilnehmer persönlich vom Bischof verabschieden.