In der vollbesetzten Kirche Kempten-Nord, hielt am Donnerstag Abend, den 16.06.05 Bischof Hans-Jürgen Bauer aus Ulm einen Gottesdienst, an dem ca. 230 Gottesdienstbesucher teilnahmen.
Ferner waren auch die Kirchengemeinden Kempten-Süd und Kempten-Ost eingeladen, sowie alle Lehrkräfte mit ihren Ehepartnern des Kirchenbezirks Kempten. Der Bischof lag dem Gottesdienst das Textwort aus Hebräer Kapitel 12, Vers. 1: „Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist“, zu Grunde.
In seinem freudigen Dienen führte der Bischof das Beispiel eines Läufers an, der keinen unnötigen Ballast mit sich trägt, um das Ziel möglichst schnell zu erreichen. Dieses Bild übertrug er auf den Glauben. Auch hier gibt es Ballast, wie Ärger, Unverständnis, Streit, Hader, Zweifel, Zwist. Dieser soll und kann abgeworfen und bereinigt werden, um dadurch leichter an das Glaubensziel, nämlich die verheißene Wiederkunft Christi, zu kommen.
Weiter dienten während des Gottesdienstes Bezirksevangelist Richard Bock, sowie Evangelist Walter Proehm aus der Gemeinde Sonthofen und Priester Klaus Seim , Vorsteher der Gemeinde Wertach, mit. Besonders ging Bischof Bauer vor dem Höhepunkt des Gottesdienstes, der Feier des „Heilige Abendmahls“, auf die Wichtigkeit dieses Heiligen Sakramentes ein. Bei der Sündenvergebung ist die Einsicht notwendig, dass der Mensch in seinen Unvollkommenheiten aus eigenem Vermögen nie die Gerechtigkeit erlangen kann, die vor Gott gilt. Die aufrichtige Reue über die erkannten Schwächen und Fehler, dann der ernstliche Vorsatz, sie zu überwinden und das herzliche Verlangen, mit Gott versöhnt zu werden sind deshalb die Veraussetzungen, um an der Freisprache teilhaftig zu werden, so Bischof Bauer.
Nach dem Schlussgebet und Liedvorträgen des Chores verabschiedete sich Bischof Bauer noch persönlich von allen Gottesdienstteilnehmern.