Am 04.08.2024 feierte die Gemeinde Oberstdorf zunächst einen gemeinsamen Gottesdienst. Im Anschluss an den Gottesdienst hielt Bezirksvorsteher in Ruhe, Harald Hiltensberger, einen Vortrag zu Zielsetzungen, historischer Entwicklung, verbindlichen Vereinbarungen und dem Engagement des Neuapostolischen Kirchenbezirks Kempten in der lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Kempten.
Den Gottesdienst hielt Priester Müller auf der Grundlage des Bibelwortes aus Johannes 4,28-29: „Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ Das Textwort basiert auf einem Gespräch Jesu mit einer Samariterin am Brunnen. Im Laufe des Gesprächs erkennt die Samariterin, dass sie mit dem Gesandten Gottes, dem Messias eine Begegnung hat und bezeugt ihre Erkenntnis vor anderen Menschen ihres Ortes. Auch die Christen heute sind aufgefordert, wie die Samariterin, ein Zeuge Christi zu sein.
Im Anschluss an den Gottesdienst freute sich die Gemeinde Oberstdorf noch über einen kurzen Vortrag von Bezirksvorsteher in Ruhe, Harald Hiltensberger, zu Zielsetzungen, historischer Entwicklung, verbindlichen Vereinbarungen und dem Engagement des Neuapostolischen Kirchenbezirks Kempten in der lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Kempten.
In seinem Vortrag machte er deutlich, dass die ACK eine Wertegemeinschaft in Christi darstelle. Dort werden ernsthafte, von der Liebe zu Jesus getragene, ehrliche Gespräche geführt.
Ziel sei es darüber hinaus, die apostolische Stimme im christlichen Lager hörbar zu machen. Durch den gemeinsamen Austausch werde auch die Reflexion des eigenen Glaubensbekenntnisses ermöglicht. Die Akzeptanz unterschiedlicher Standpunkte führe zu einer Kultur des wertschätzenden Umgangs miteinander. Die in rite getauften Christen sehen sich als mit dem Heiligen Geist Begabte und auch in ihren Unterschieden als Glieder an dem einen Leib Christi.
Harald Hiltensberger führte aus, dass das Leitmotiv heutiger Ökumene die Einheit in versöhnter Verschiedenheit sei. Die Wahrung ihrer Identität werde den einzelnen Kirchen ausdrücklich zugesichert, die Betonung des Gemeinsamen und nicht das Trennende stehe im Vordergrund. Die ökumenische Basisformel lautet: „Die der ACK angeschlossenen Kirchen bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.“
In Bezug auf die historische Entwicklung arbeitete Harald Hiltensberger heraus, dass bereits unter Stammapostel Hans Urwyler eine erste ökumenische Öffnung stattfand. Diese wurde auch von den späteren Stammaposteln weiter fortgesetzt und in Arbeits- und Projektgruppen intensiviert. Der im Dezember 2012 erschienene „Katechismus der neuapostolischen Kirche“ müsse hierbei auch für die ökumenische Zusammenarbeit als Meilenstein gewertet werden und bilde heute die fundierte Grundlage für alle Gespräche.
Der inspirierende Vormittag endete mit angeregten und freudigen Gesprächen bei Kaffee, Keksen und Obst.
Fotos: Dirk Müller